VPN Anleitung: Sicher und anonym surfen

Unerwünschte Werbung, gesperrte Videos, Hacker-Angriffe: Wer wünscht sich nicht ab und zu einen zweiten, völlig anonymen Computer für die Nutzung bestimmter Dienste im Internet? Lösungen zum anonymen und sicheren Surfen haben daher Hochkonjunktur im World Wide Web. Sie alle nutzen virtuelle private Netzwerke (VPN). Wir möchten Ihnen eine verständliche Anleitung geben, wie Sie mit VPN-Software einfach und wirkungsvoll Ihre Identität verbergen und sicherer im Internet surfen können.

Was ist ein VPN?

Ein Virtual Private Network, kurz VPN, ist technisch gesehen eine Netzwerk-Schnittstelle. Sie können mit VPN Teil eines Netzwerkes irgendwo auf der Welt werden und sind von außen nicht mehr als Person zu erkennen sondern nur als Mitglied des Netzwerkes. Sie senden Daten von einer anderen Adresse und Sie können auch Nachrichten an die neue Adresse erhalten. Im Prinzip funktioniert das ähnlich wie ein Mittelsmann oder Bote im Briefverkehr.

Stellen Sie sich vor, Sie möchten mit jemandem kommunizieren, aber Sie möchten nicht, dass er oder jemand anderer weiß, wer Sie sind. Dann schalten Sie eine dritte Person dazwischen: Sie übergeben ihm eine Nachricht, die er an den Empfänger weiterleitet. Genauso leitet er Botschaften des Gegenübers an Sie weiter. Ihre Kommunikationspartner weiß nicht, wer Sie sind und wo Sie sich aufhalten. Er kennt nur den Mittelsmann. Genau so macht es ein VPN.

Die gängigen VPN-Services im Internet funktionieren nach dem gleichen Prinzip: Sie registrieren sich, installieren eine Verbindungssoftware, wählen sich ein und surfen ab diesem Zeitpunkt als Mitglied des Netzwerks – so als hätten Sie Ihr Netzwerkkabel gerade an einem anderen Ort eingesteckt. Der gesamte Datenverkehr läuft nun über den VPN-Anbieter. Ihre echte Identität ist nicht mehr sichtbar. Nachrichten werden nicht mehr direkt an Sie gesendet, sondern an den VPN-Anbieter, der sie unmittelbar an Sie weiterleitet und umgekehrt. Sie nutzen einen Mittelsmann im Internet.

Wofür wird VPN-Software verwendet?

Es gibt eine ganze Reihe von Einsatzgebieten für Virtual Private Networks. In Unternehmen werden VPN-Server eingesetzt, um auch von unterwegs oder im Home Office sicher und verschlüsselt auf die Firmendaten zugreifen zu können. Im Privatbereich dient ein VPN-Server in erster Linie dazu, anonym auf Webinhalte zugreifen zu können. Dafür gibt es verschiedene gute Gründe:

  • Sie möchten bei YouTube ein Video sehen, das für deutsche IP-Adressen blockiert ist
  • Ihre aktuelle Internetrecherche zu einem heiklen Thema soll nicht mit Ihrer Person in Verbindung gebracht werden
  • Sie möchten im Urlaub auf Ihre E-Mails zugreifen, die Webanwendung ist jedoch in diesem Land gesperrt
  • Sie möchten nicht, dass der Betreiber eines Webshops Ihren Besuch nachvollziehen kann und Ihnen nachher unerwünschte Werbung sendet

Letztlich spielt auch der Sicherheitsaspekt eine große Rolle. Da Sie über ein zwischengeschaltetes Netzwerk im Internet surfen, können Hacker Ihre Adresse nicht identifizieren und nicht direkt auf Ihren Rechner zugreifen. So vermeiden Sie es effektiv, dass unerwünschte Software, Viren und Trojaner auf Ihren Computer geladen werden.

Darüber hinaus setzen viele Menschen VPN-Software ein, um ihre Privatsphäre zu schützen. Der Datenverkehr beim Internetzugriff von öffentlichen Zugängen kann sehr leicht mitgelesen werden. Eine verschlüsselte Verbindung ist nicht immer möglich und selbst dann sind häufig noch Sender und Empfänger nachvollziehbar, nicht aber der Inhalt der Botschaft. Ein VPN kann dabei sämtliche Datenpakete verschlüsseln. Darüber hinaus kann ein Dritter nicht Sender und Empfänger gleichzeitig sehen. Entweder beobachtet er die Kommunikation zwischen Sender und VPN-Server oder die andere Seite zwischen VPN-Server und Empfänger. Ein Kommunikationspartner bleibt ihm immer verborgen.

Wie nutze ich eine VPN-Software?

Schritt 1: VPN-Software auswählen

Zunächst suchen Sie den geeigneten Anbieter, um Ihre Kommunikation zu verschlüsseln und zu anonymisieren. Hier gibt es kostenlose Dienste wie den Tor-Browser, die häufig große Einbußen in der Geschwindigkeit bedeuten. Zu den bekanntesten kostenpflichtigen Anbietern gehören Hide My Ass, vtunnel und Anonymouse. Letztlich sollten Sie neben Preis und Leistung vor allem die Frage stellen: „Wem vertraue ich am meisten?“. Denn der VPN-Anbieter ist der einzige, der die gesamte Kommunikation kennt.

Schritt 2: Registrieren und installieren

Der nächste Schritt ist für viele Nutzer überraschend. „Wieso soll ich mich registrieren? Ich will doch anonym bleiben?“. Dazu sollten Sie sich allerdings vor Augen halten, dass der VPN-Anbieter Ihre IP-Adresse kennen muss, um die Verbindung zwischen Ihnen und dem Internet herzustellen. Und Ihre IP-Adresse ist direkt mit Ihren persönlichen Daten in Verbindung zu bringen – deshalb möchten Sie ja den VPN-Anbieter nutzen. In der Regel fragen die Anbieter allerdings nur gewünschte Benutzernamen und Passwörter ab. Denken Sie aber daran: Der VPN-Anbieter weiß, wer Sie sind.

Der Prozess von Registrierung, Download und Installation der Anwendung dauert nur ein paar Minuten: Sie füllen das Anmeldeformular aus und erhalten eine Mail zur Bestätigung. Wenn Sie auf den angegebenen Link klicken, werden Sie zur Downloadseite geleitet. Hier beginnen Sie damit, das kleine VPN-Programm herunterzuladen. Mit einem Klick auf den Download öffnet sich ein Installationsprogramm. Vermutlich fragen Windows und Ihre Sicherheitssoftware, ob Sie Änderungen durch den Anbieter zulassen möchten, was Sie bestätigen. Der Installationsprozess selbst ist in Sekunden erledigt.

Schritt 3: Sicher und anonym surfen

Nach der Installation lässt sich mit der VPN-Software in Sekundenschnelle eine Verbindung zum gewünschten Netzwerk herstellen. Dabei können Sie in der Regel auch wählen, in welchem Land es sich befinden soll, um länderspezifische Sperren (Geo-IP Sperren) zu umgehen. Ist die Verbindung hergestellt, erhalten Sie eine kurze Bestätigung und sind nun Teil des VPN-Netzwerks. Die Nutzung des Internets erfolgt danach wie gewohnt: Sie öffnen Ihren Browser und surfen – nur unter einer anderen Adresse mit eingeschaltetem Mittelsmann.

Ist die Verwendung von VPN-Software legal?

Häufig wird die Frage gestellt, ob die Nutzung von VPN-Software rechtliche Probleme bereiten kann. Die Antwort darauf ist zunächst eindeutig: Die Nutzung ist vollkommen legal. Darüber hinaus stellt sich die Frage, ob Sie als anonymer Internet-Nutzer gegen Gesetze verstoßen. In der Regel ist das allerdings unabhängig von der Verwendung des VPN-Netzwerks: Wenn Sie Gesetze übertreten, dann tun Sie das mit oder ohne VPN-Software. Im Falle von Straftaten ist der VPN-Anbieter übrigens verpflichtet, Ihre Identität preiszugeben. Eine Grauzone ist die Umgehung von Ländersperren für Multimedia-Inhalte. Einig sind sich die Experten darin, dass zumindest beim Streaming, also dem direkten Ansehen ohne Herunterladen auf den eigenen Computer, kein Grund zur Sorge besteht.

Anleitung zur Verwendung eines VPN

Hier entsteht zur Zeit eine ausführliche Anleitung, sowie ein Tutorial zur Verwendung von VPN-Servern. Das Thema richtet sich vor allem an Anfänger aus dem Bereich und erklärt Schritt für Schritt, wie man einen VPN-Anbieter verwendet. Wer sich selbst schon als Fortgeschrittener ansieht, darf sich getne unseren Vergleich von VPN-Anbietern anschauen, bzw. direkt zum Vergleich der einzelnen Bewerber schreiten.

Die Benutzung von VPN verbessert die eigene Privatsspähre im Internet und sorgt dafür, dass sie online nicht so leicht verfolgt werden können. Auf Auslandsreisen kann man dank VPN eine Überweisung auf der heimischen Bank tätigen. Zudem lassen sich Ländersperren für Inhalte umgehen. Gerade wenn sie selbst Webmaster sind und ihre eigene Homepage im Reiseland gesperrt ist, kann man diese mittels VPN aufrufen. Niemand weltweit wird ihnen verbieten ihre selbst erstellten Sachen zu sehen. Für all diese Fälle ist die Verwendung eines VPN äußerst praktisch und verbessert ganz automatisch ihre Online-Sicherheit. Deswegen sollten sie diese Anleitung gut lesen und Schritt für Schritt befolgen.

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